Fliegende Gans für Familienwappen?

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Entsorger
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Re: Fliegende Gans für Familienwappen?

Beitragvon Entsorger » 01.11.2017, 19:10

Hallo Herr van Roy,

Ihre Vermutung ist nicht zutreffend. Weder Name noch Sippschaft hat meines Wissens nach slawische Wurzeln - soweit ich die Ahnenlinie zurückverfolgen konnte, saßen wir (zumindest nachweisbar) seit etwa 1750 in Franken fest :wink:

Wie ich schon sagte, der Name ist eher selten. Die aktuelle Schreibweise möchte ich aufgrund der Seltenheit des Namens und der Raffinesse von Google & Co. nicht verwenden, die alte Schreibweise um 1750 herum ist "G r o g a n s".

Beste Grüße
Entsorger

Joachim v. Roy
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Fliegende Gans für Familienwappen?

Beitragvon Joachim v. Roy » 01.11.2017, 20:02

Vielen Dank für den belehrenden Hinweis.

Bahlow, a.a.O., S. 187, zufolge entspricht der Familienname G r o h g a n s
in der Tat einer G r a u g a n s, doch finde ich hier lediglich die seltenen Schreibweisen
G r o h g a n z und G r o g a n z:
http://www.verwandt.de/karten/absolut/grohganz.html
http://www.verwandt.de/karten/absolut/groganz.html

Viel Erfolg für Ihr Graugans-Wappen!

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kalex1946
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Re: Fliegende Gans für Familienwappen?

Beitragvon kalex1946 » 01.11.2017, 20:17

Nebenbei bemerkt zum gewählten Bauton mit Hinweis auf einen früheren Posting von Dirk in einem anderen Faden

Re: Kalkofen / Kaltofen
Beitragvon Tejas552 » 10.07.2017, 16:50
Einige grosse Wappenrollen verlangen bei den Farben bestimmte RGB, z.B. Blau = 0,148, 202
Das liegt irgendwo zwischen der hellen und der dunklen Variante.

Gruss
Dirk
„Wer die Vergangenheit nicht ehrt, verliert die Zukunft, wer seine Wurzeln vernichtet, kann nicht wachsen“ (Maler und Architekt Friedrich Hundertwasser)


Hiernach sollte das Ganze mehr in dieser Richtung liegen.

Bild

Übrigens die Suche nach der Figur bzw. Blasonierung 'auffliegend' in Siebmacher bei WW-Person ergibt 249 Treffer, die Suche nach 'auffliegende Gans' allerdings nur 4 Treffer und 'zum Fluge geschickt' 13 Treffer

Gruß aus South Carolina

Kurt

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Gerd H.z.B.
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Re: Fliegende Gans für Familienwappen?

Beitragvon Gerd H.z.B. » 01.11.2017, 22:42

Hallo Kurt,

deshalb wird auch zusätlich eine Konturzeichnung verlangt, damit diese dann von den jeweilgen Wappenrollen selbst coloriert werden können. Bei der einzureichenden Farbzeichnung ist das unerheblich.
Mit Grüssen Gerd
Bild

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Claus J.Billet
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Re: Fliegende Gans für Familienwappen?

Beitragvon Claus J.Billet » 02.11.2017, 08:14

@ Entsorger
Sie schreiben :
Zitat:
"Hallo zusammen,
... der überlegt, seiner Familie ein Wappen zu stiften... Der Name ist eher selten und etymologisch gleichbedeutend mit "Graugans". Nun ist die Gans als gemeine Figur nicht gerade von
derselben Seltenheit und dennoch strebe ich sowohl ein redendes als auch ein schlichtes Wappen an."


Als Grundidee zeigen Sie uns einen Entwurf mit einer w. auffliegenden Gans in b.
Den dazugehörigen Familiennamen wollen Sie nicht nennen.
Haben Sie schon Ahnenforschung über Ihre eigene Familie angestrengt :?:
Zeigt die Symbolik der auffliegende Gans wirklich auf Ihre Familie :?:

Hier stellt sich die Frage, weshalb Sie dann hier im Forum um weitere Hilfestellung
bei der Wappen-Gestaltung bitten :?:
Bei den unendlich vielen gestalterischen Variationen und Möglichkeiten einer Kombination
mit weiteren Symbolen, gehört jedoch ein bestimmender und aussagekräftiger Hinweis
auf Ihre Familie dazu, ... oder nicht :?:
Ihr Wappen soll "redend als auch schlicht" sein.
Gleichzeitig wollen Sie den Familiennamen jedoch nicht nennen. :?:
Wie soll , einfach mal so in's blaue, dann ein Abgleich mit bereits vorhandenen Wappen
getroffen werden. :?:
Sollen nun die Symbol-Kombinationen vieler Wappen hier aufgezeigt werden,
damit Sie die Ihnen genehmen aussuchen können, ... oder wie wollen Sie es verstehen :?: :wink:
:arrow: Hier muten Sie den Forum-Mitgliedern etwas viel zu, denke ich. :wink:
Sorry :oops:
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Entsorger
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Re: Fliegende Gans für Familienwappen?

Beitragvon Entsorger » 02.11.2017, 18:40

Lieber Herr Billet,

es tut mir leid, wenn Sie meine Äußerungen im Eingangspost und den darauffolgenden Antworten so auffassen mussten, als sei ich auf der Suche nach einen "Rundum-Sorglos-Paket" zur Wappengestaltung und als wollte ich hier die Gutmütigkeit der Forumsmitglieder ausnutzen. Nichts liegt mir ferner!

Das Gegenteil ist der Fall - ich habe bewusst keine Anfrage im Stil "Ich heiße G...gans und will ein cooles Wappen haben - malt mir doch mal eines!" gestellt, sondern denjenigen Teil meiner eigenen Überlegungen mit Ihnen geteilt, bei dem ich
  • mangels Detailwissen auf die Hilfestellung erfahrener Heraldiker angewiesen bin und
  • von dem ich glaube, dass er auch für andere Leser interessant sein konnte.
Mir ging und geht es vorrangig um den Punkt, ob und inwieweit eine fliegende Gans als Wappen einzigartig genug ist (mittlerweile weiß ich: nein), nicht um Fragen der Namens- oder Ahnenforschung oder ob die Gans überhaupt das richtige Wappen ist. Ich fand die bisherige Diskussion sehr interessant, sehr lehrreich und die vielen wertvollen Denkanstöße - auch von Ihnen - haben mein (noch sehr beschränktes) Wissen auf Ihrem Gebiet erweitern können.

Ich kenne die Gepflogenheiten Ihres Forums noch nicht so gut und mir ist auch erst im Laufe der Diskussion klar geworden, dass Sie vermutlich mit vielen Anfragen konfrontiert werden, bei denen die einfachsten Grundlagen fehlen - sei es die fehlende Ahnenrecherche, Verwirrungen über Namens- und Wappengleichheit, die Versteifung auf einen phantasievollen Collagen-Entwurf oder der Wunsch nach Selbstbestätigung durch Geschichten von verpfändeten/verwetteten Adelstiteln aus grauer Vorzeit. Daher verstehe ich die Motivation hinter den Fragen nach Namen und Ahnenforschung natürlich.

Konkret: Natürlich habe ich ein bisschen Ahnenrecherche gemacht. In der Familie ist vor fünf Generationen der Name in zwei aufeinander folgenden Generationen über eine Mutter mit unbekanntem Vater weitergegeben worden und daher müssten sowieso sämtliche Ansprüche auf ein hypothetisches früheres Wappen erloschen sein. Und natürlich gibt es sicherlich andere Ideen für ein Familienwappen. Aber, wie gesagt, das war weder der Auslöser der Anfrage noch die Erwartung an das Forum und es tut mir leid, wenn Sie es so verstanden haben.

Beste Grüße
Entsorger

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Re: Fliegende Gans für Familienwappen?

Beitragvon countrytrucker8 » 02.11.2017, 23:24

Hallo Entsorger,
Mal keine Angst, hier wird keinem der Kopf abgerissen.
Ahnenforschung ist gut und schön aber keine Pficht. Sie dient aber mit dafür um heraus zubekommen ob ein Wappen in der Familie vorhanden ist. Wobei mir persönlich lediglich ein Fall bekannt wo bei der Ahnenforschung ein Wappen aufgetaucht ist.
Nur wäre es für alle hier wesentlich einfacher gewesen wenn Du von Anfang an mit offenen Karten gespielt hättest. Ich kann die Kritik von H. Billet daher durchaus verstehen. So wie dein letzter Beitrag hätte dein erster sein sollen.
Schöne Grüße aus Rummenohl
Wolfgang Schönenberg

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Claus J.Billet
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Re: Fliegende Gans für Familienwappen?

Beitragvon Claus J.Billet » 03.11.2017, 09:05

@ countrytrucker8

Danke für diese Anmerkung. :)
Genau so ist es. :wink:

hm ...
Was haben wir bisher an Hinweisen :
Der Wunsch nach einem Familienwappen,
ohne Nennung des Familiennamen. :?:
Region : Fränkischer Raum.
Evtl. eine "auffliegende Gans" im Schild :?:
Helmzier offener Flug.
Tingierung s.-b.

:arrow: ... mehr erkenne ich an Wunsch-Vorstellungen
des Wappenstifters bisher leider nicht.
:!:

... eine etwas "nebulöse" Angelegenheit :lol:
Eine kleine Empfehlung:
Lesen Sie sich mal hier ein:
http://forum.ahnenforschung.net/forumdisplay.php?f=67
:wink:
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Re: Fliegende Gans für Familienwappen?

Beitragvon Tejas552 » 03.11.2017, 11:46

countrytrucker8 hat geschrieben:Hallo Entsorger,
Mal keine Angst, hier wird keinem der Kopf abgerissen.
Ahnenforschung ist gut und schön aber keine Pficht.


Pflicht ist Ahnenforschung sicher nicht, aber ich denke bei einer seriösen Wappenstiftung kommt man um ein gewisses Mass an Ahnenforschung nicht herum, es sei denn die Ergebnisse einer früheren Ahnenforschung liegen bereits vor.

Das Wappen soll den Charakter der gesamten Familie, in der Gegenwart und auch in der Vergangenheit, erfassen und widerspiegeln. Ich denke ein Wappen dass nur auf der Gegenwart abgestützt wird hat eine geringere Chance das Wesen der Familie gut zu erfassen als eines, dass auch die Vergangenheit berücksichtigt.

Gruss
Dirk
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Markus
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Re: Fliegende Gans für Familienwappen?

Beitragvon Markus » 03.11.2017, 18:03

Hallo Entsorger,

nehmen Sie sich das nicht so zu Herzen. Es gibt sicher einen allgemeinen Konsens in Bezug auf heraldische Regeln. Aber schon bei deren Anwendung kann es hier zu höchst divergierenden Meinungen kommen. Somit gibt es keine allgemeine Forenmeinung. Jeder schreibt aus eigener Erkenntnis und eigener Bewertung. Daran ändert auch ein sich manchmal Bahn brechender "Ex-cathedra-Stil" im geschriebenen Wort nichts. Ich bitte Sie also, auch alles entsprechend zu bewerten, zu bewahren oder zu verwerfen. Gerne wird hier von vielen Fachleuten immer wieder der Rat zur Ahnenforschung erteilt. Sie ist unerlässlich, wenn es darum geht, ob ein bereits bestehendes Wappen geführt werden darf. Bei einer Neustiftung ist sie nicht zwingend. Ahnenforschung kann einen jahrelang in Beschlag nehmen. Wo fängt man an, vor allem, wo hört man auf? Möchte man zu Lebzeiten noch in den Genuss eines Wappens kommen oder nimmt man seine Forschungsergebnisse wappenlos mit ins Grab? Mir ist nicht bekannt, wieviele Genealogen bei ihren Forschungen tatsächlich mal auf ein Wappen gestoßen sind. Die Zahlen sind vermutlich gering. Bei aller Wappenfreudigkeit und-freiheit gilt es doch auch grundsätzlich die ständische Ordnung der Bevölkerung in den vergangenen Jahrhunderten im Auge zu behalten. Der größte Teil der Menschen lebte in bescheidenen Verhältnissen, meistens landwirtschaftlich geprägt und in Abhängigkeit von Adel oder Großbauern. Wer von denen wäre auf die Idee gekommen, ein Wappen zu führen? Das taten wohl eher reiche Bauern, zu Wohlstand gekommene Handwerker, oder das städtische Patriziat. Wer heute aus solchen Familien kommt, weiß in der Regel um seine Vergangenheit. Zumindest ist das anzunehmen. Darum noch einmal: Ahnenforschung ist definitiv für eine Wappenstiftung nicht verpflichtend. Sie können selber eine solche Tradition begründen. Mit meiner Meinung mache ich mir sicher keine Freunde, man betrachte sie deshalb wie bereits eingangs erwähnt als die eines Einzelnen und bewerte sie nach eigenem Gusto.
Heraldische Grüße
Markus

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Tejas552
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Re: Fliegende Gans für Familienwappen?

Beitragvon Tejas552 » 03.11.2017, 19:25

Ich habe allerdings auch nur von einem "gewissen Mass" an Ahnenforschung gesprochen, um das man meiner Meinung nach nicht herum kommt (und in den allermeisten Fällen wohl auch gar nicht herum kommen will). Mal herumfragen was die Altvorderen so gemacht haben; eine kleine Ahnentafel bis zu den Urgrosseltern kriegen die meisten Leute ohne grossen Aufwand zusammen.

Es geht also nicht um jahrelange Forschung in Archiven und Kirchenämtern. Es geht darum zu erfahren was das "Wesen" der Familie ist, für die das Wappen bestimmt ist. Es geht insbesondere auch nicht primär darum ein verschollenes Wappen zu finden. Es geht darum zu wissen ob es in der Familie typische Berufe gab, ob es eine angestammte Herkunftsregion gab oder eben gerade nicht, ob bestimmte Ämter vererbt wurden (nichts grosses aber vielleicht war in einer Bauernfamilie das Schulzenamt verwurzelt) oder ob es sonstige Eigenarten gab von denen man vielleicht im näheren Umkreis des angehenden Wappenstifters nichts mehr weiss, die aber die aber für die weitere Familie charakteristisch sind.

Und klar, wenn man nichts dergleichen findet, heisst das nicht das man kein Wappen haben kann. Man hat dann aber Gewissheit, dass nicht noch etwas gefunden wird, was man dann gern im Wappen reflektiert hätte.

Gruss
Dirk
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Re: Fliegende Gans für Familienwappen?

Beitragvon Markus » 03.11.2017, 20:51

Hallo Dirk,

ich stimme Dir vollumfänglich zu. Mir ging es nur darum, dieses immer unterschwellig mitschwingende "muss" zur Ahnenforschung etwas zu entschärfen.
Heraldische Grüße
Markus

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Re: Fliegende Gans für Familienwappen?

Beitragvon kalex1946 » 04.11.2017, 17:58

Mit Verlaub ein kleiner Vorabgleich der eigentlich 5 Treffer aus Siebmacher zu der Blasonierung 'auffliegend Gans'

Bild

Ich vermute, daß die 13 Treffer zur Blasonierung 'zum Fluge geschickt' bzw. 'sich zum Fluge erhebend' genauso keine Ähnlichkeit mit der 'fliegenden Gans' unter dem 'gebleichten' :roll: fränkischen Rechen haben werden.

Gruß aus South Carolina

Kurt

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Re: Fliegende Gans für Familienwappen?

Beitragvon GM » 19.11.2017, 18:10

Markus hat geschrieben: ... ein sich manchmal Bahn brechender "Ex-cathedra-Stil" im geschriebenen Wort
:shock:
Markus hat geschrieben: Mit meiner Meinung mache ich mir sicher keine Freunde, ....

Aber nicht doch, lieber Markus, durchaus, durchaus. :wink:

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Re: Fliegende Gans für Familienwappen?

Beitragvon Duppauer1 » 20.11.2017, 22:11

Lieber Dirk (Tejas552) ,
ich freue mich, Dich wieder hier im Forum zu sehen und bin über eine Diskussion mir Dir, sie mag durchaus auch kontrovers sein, sowie über Deine Vorschläge/Anregungen zu den einzelnen Themen hier im Forum gespannt! :)

Du schriebst:
Ich habe allerdings auch nur von einem "gewissen Mass" an Ahnenforschung gesprochen, um das man meiner Meinung nach nicht herum kommt (und in den allermeisten Fällen wohl auch gar nicht herum kommen will). Mal herumfragen was die Altvorderen so gemacht haben; eine kleine Ahnentafel bis zu den Urgrosseltern kriegen die meisten Leute ohne grossen Aufwand zusammen.
Es geht also nicht um jahrelange Forschung in Archiven und Kirchenämtern. Es geht darum zu erfahren was das "Wesen" der Familie ist, für die das Wappen bestimmt ist. Es geht insbesondere auch nicht primär darum ein verschollenes Wappen zu finden. Es geht darum zu wissen ob es in der Familie typische Berufe gab, ob es eine angestammte Herkunftsregion gab oder eben gerade nicht, ob bestimmte Ämter vererbt wurden (nichts grosses aber vielleicht war in einer Bauernfamilie das Schulzenamt verwurzelt) oder ob es sonstige Eigenarten gab von denen man vielleicht im näheren Umkreis des angehenden Wappenstifters nichts mehr weiss, die aber die aber für die weitere Familie charakteristisch sind.


Ich stimme Dir hier voll und ganz zu! Nicht jeder hat die Möglichkeit eine "große" Ahnenforschung zu betreiben, da fehlen evtl. Unterlagen (Verlust z.B. duch Krieg), man kann die Schrift in den Kirchenbüchern nicht lesen, oder familiäre Umstande z.B. Adoption , o.ä. sprechen dem entgegen.
Ein gewisses Maß an Ahnenforschung ist schon wünschenswert, wie Du schon schreibst bis zu den Urgroßeltern sollte es schon möglich sein.
Aber für die Stiftung eines Wappens ist eine "große" Ahnenforschung nicht zwingend nötig!

Entsorger schrieb:
Hallo Herr van Roy,

Ihre Vermutung ist nicht zutreffend. Weder Name noch Sippschaft hat meines Wissens nach slawische Wurzeln - soweit ich die Ahnenlinie zurückverfolgen konnte, saßen wir (zumindest nachweisbar) seit etwa 1750 in Franken fest

Wie ich schon sagte, der Name ist eher selten. Die aktuelle Schreibweise möchte ich aufgrund der Seltenheit des Namens und der Raffinesse von Google & Co. nicht verwenden, die alte Schreibweise um 1750 herum ist "G r o g a n s".


Er hat also, soweit ich das verstehe, bis 1750 :!: Ahnenforschung betrieben, der damalige Name war GROGANS und " scheint " auch in heutiger Schreibweise ähnlich zu sein. Ein früheres Wappen scheint es nicht gegeben zu haben
Entsorger schrieb:
Natürlich habe ich ein bisschen Ahnenrecherche gemacht. In der Familie ist vor fünf Generationen der Name in zwei aufeinander folgenden Generationen über eine Mutter mit unbekanntem Vater weitergegeben worden und daher müssten sowieso sämtliche Ansprüche auf ein hypothetisches früheres Wappen erloschen sein.

Hier bietet sich eine Neustiftung eines Wappens, mit Namensbezug, doch förmlich an!
Und auch der Ortsbezug ist mit dem fränkischen Rechen gegeben. Ich würde evtl. auf die Farben rot/silbern als Farben des fränkischen Wappens im Entwurf umschwenken. Aber das ist reine Geschmackssache! Blau /silbern sieht auch sehr gut aus.
Berufe, na ja du weißt ich bin ein Fan von Namensbezug im Wappen, nur wenn es nicht anders geht sollte man auf Berufe oder Ort ausweichen. Denn beides verändert sich häufig (nicht immer) im Laufe der Jahre in der Familie !

Also wenn das Wappen die Einmaligkeitsprüfung bestehen sollte, find ich, ist es ein gelungenes Wappen!

LG
Dieter


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