Wappenneustiftung

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Rheinländer_
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Re: Wappenneustiftung

Beitragvon Rheinländer_ » 10.01.2018, 11:34

Hier nun der Versuch der Umsetzung der Idee mit dem Löffel im Schnabel. Tatsächlich muss ich ja zugeben, dass es eigentlich ganz gut aussieht...bzw. aussehen könnte. Der Schwan müsste u.a. noch was in die Höhe wachsen meine ich. Von der Krone können wir uns momentan, trotz möglicher Disney-Film Gedanken, noch nicht trennen. Vielleicht nur wegen dem Gewohnheitsaspekt.

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Tejas552
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Re: Wappenneustiftung

Beitragvon Tejas552 » 11.01.2018, 10:57

Es sollten sich einfach nicht zu viele unbegründete Kronen im Wappenschild tummeln. Ein Krönchen auf dem Haupt des Schwans ist sicher in Ordnung.

Die Version mit dem Schwanenhals gefällt mir nicht. Dann müssten es schon zwei Hälse sein, damit eine gewisse Symmetrie hergestellt werden kann.

Vermutlich reicht der Löffel als Unterscheidungsmerkmal formal aus, aber mir wäre der weisse Schwan auf rotem Grund immer noch viel zu nah an den vielen bestehenden Wappen ähnlichen Typs:

https://www.meinbezirk.at/reutte/lokale ... 53165.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Kreis_Stormarn
https://staatsarchiv.lu.ch/kantonsgesch ... /Schongau/
http://adel-wappen.mozello.de/page/params/post/1357869/

Auf grosse Distanz lässt sich der Schild m.E. kaum von anderen, ähnlichen Schilden unterscheiden.

Gruss
Dirk
„Wer die Vergangenheit nicht ehrt, verliert die Zukunft, wer seine Wurzeln vernichtet, kann nicht wachsen“ (Maler und Architekt Friedrich Hundertwasser)

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Jochen
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Re: Wappenneustiftung

Beitragvon Jochen » 11.01.2018, 11:24

Warum eigentlich den Schwan immer in Silber oder Schwarz ?

Durch eine andere Tinkturenwahl würde man die Chance auf Unverwechselbarkeit deutlich erhöhen.
Alles Gute all jenen, die Gutes im Schilde führen !

jochen

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Re: Wappenneustiftung

Beitragvon Rheinländer_ » 11.01.2018, 11:56

Danke für die Rückmeldungen. Nach gestriger Rücksprache wird es wohl auf einen gekrönten Schwan mit Löffel im Schnabel rauslaufen, wie es grob im ersten Wappen zu erkennen ist. Ich hatte zwar noch angedacht den Schwanenhals aus einer Krone wachsen zu lassen, aber ein "ganzes" Tier scheint hier unschlagbar....und es ist auch mit genau dieser "Symmetrie"-Argumentation versehen worden.

Zur weiteren Unterscheidung arbeite ich vielleicht noch mal mit einem Bord oder einem Heroldsbild (Hochkreuz wie z.B. im Wappen des Erzbistums Köln). Allerdings sehe ich hier Probleme mit der Tingierung auf mich zukommen. Das Kreuz müsste dann ja durch ein Metall abgegrenzt werden (bordiertes Kreuz) und es könnte recht gequetscht wirken, oder?

Eine andere Idee wäre was mit dem Holunder -als Idee des Schutzzeichens für die Familie- zu bewerkstelligen (nur die Blüte (in die drei Ecken), die Dolde oder einen Zweig,...). Allerdings habe ich Gefallen daran gefunden, mit weniger Figuren auszukommen. Mehr Figuren bedeutet auch weniger Platz für die Hauptfigur...

Vielleicht auch mal "In Blau ein ...goldener rotbewehrter Schwan...einen Silbernen Löffel haltend??? Bislang habe ich das Tier immer in der naturnahen Farbe gestaltet. Das Stimmt wohl. Aber außer schwarz, Gold oder Silber finde ich es etwas merkwürdig. Ein blauer oder ein roter oder gar ein grüner Schwan? ich weiß nicht so recht. Aber bestimmt wäre sie dadurch unverkennbar....

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Berlingo
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Re: Wappenneustiftung

Beitragvon Berlingo » 11.01.2018, 12:04

Rheinländer_ hat geschrieben:(..) Vielleicht auch mal "In Blau ein ...goldener rotbewehrter Schwan...einen Silbernen Löffel haltend??? Bislang habe ich das Tier immer in der naturnahen Farbe gestaltet. Das Stimmt wohl. Aber außer schwarz, Gold oder Silber finde ich es etwas merkwürdig. Ein blauer oder ein roter oder gar ein grüner Schwan? ich weiß nicht so recht. Aber bestimmt wäre sie dadurch unverkennbar....


Nach einem Musterwappen von Siebmacher/Gritzner ist es auch möglich, die Flügel komplett andersfarbig zu tingieren: Flugbereiter, nach links gekehrter, silberner Schwan auf Hügel, mit goldenen Flügeln, Ring im Schnabel

Quelle: J. Siebmacher's grosses und allgemeines Wappenbuch, Einleitungsband, Abteilung B: Grundsätze der Wappenkunst verbunden mit einem Handbuch der heraldischen Terminologie. Maximilian Gritzner. Nürnberg: Bauer & Raspe, 1889.

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Jochen
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Re: Wappenneustiftung

Beitragvon Jochen » 11.01.2018, 13:38

Mal ne Alternative:

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jochen

Rheinländer_
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Re: Wappenneustiftung

Beitragvon Rheinländer_ » 11.01.2018, 14:19

Danke für die Hilfe und die Anregungen!
Das wirkt doch etwas unruhig mit der unterschiedlichen Tingierung in Gold und Silber.

Das in Grün tingierte hatte ich mal mit Wellenbalken (Rhein) angedacht. Auf der anderen Seite ist der Vogel, beim Schwimmvorgang nicht als Ganzer zu sehen, was ja beim HH-Vorstand bereits bemängelt wurde.
Auf einem (Drei)Berg stehend oder schreitend oder wie auch immer, sieht es nur wieder so "viel" oder gedrückt aus und bringt mich wieder in die ungünstige Lage mit der Tingierung (Farbe/Metall). Ich hätte mir ja durchaus auch einen Zinnenbalken (anstelle eines Doppelzinnenbalken für das Bergisches Land) im Schildhaupt vorstellen können. Aber da wären wir ja wieder bei den Platzproblemen wie bei der freischwebenden Krone.

Was wäre denn, wenn der Bord mit 11 Flammen (Wappen d. Stadt Köln) belegt oder der Schild mit 11 Flammen besät würde? Ob das aussehen würde???

Obwohl ich Grün ja als Tingierung ausgeschlossen hatte, werde ich mal die Farben von Rot zu Grün ändern und den Schwan ganz in Gold färben. Ein grüner Schild dürfte ja dann in Kombi ja Einzigartig sein. Wer wollte damals schon ein unpopuläres grünes Schild...;)

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Re: Wappenneustiftung

Beitragvon Tejas552 » 11.01.2018, 15:56

Wenn Du einen ganzen Schwan im Schild führen möchtest, dann verstehe ich nicht warum Du eine Bordierung hinzufügen willst. Bordierungen haben vor allem zwei Funktionen: 1) sie Verkleinern die Schildfläche, was gewünscht sein kann, wenn das zentrale Objekt nicht riesengross den ganzen Schild ausfüllend dargestellt werden soll; 2) Bordierungen wurden verwendet um das Wappen von verschiedenen Linien einer Familie unterscheidbar zu machen.

Gruss
Dirk
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Re: Wappenneustiftung

Beitragvon Rheinländer_ » 11.01.2018, 16:15

Die bordierung hatte nur den Sinn, eine weitere Unterscheidung des Wappens damit zu bewirken. Hintergrund ist der, dass ja zwar eine formale Einmaligkeit bereits gegeben ist, jedoch die Ähnlichkeit zu anderen bereits existierenden Wappen da ist. Daher der etwas krampfhafte Versuch noch etwas in den Schild zu packen. Vielleicht sollte ich es einfach dabei belassen... andere unterscheiden sich wiederum nur durch einen Ring anstelle eines Löffels

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Re: Wappenneustiftung

Beitragvon countrytrucker8 » 11.01.2018, 23:41

Wie wäre es denn mit einem schwarzen Schild und einem weissen Schwan, goldene Beine und Schnabel mit dem goldenen Löffel? Wenn das nicht als Unterschied zu den anderen ausreicht.
Schöne Grüße aus Rummenohl
Wolfgang Schönenberg

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Re: Wappenneustiftung

Beitragvon Rheinländer_ » 12.01.2018, 06:50

Ja, so ähnlich könnte ich es mir vorstellen. Schön ruhig und gediegen. An die Enden jeweils noch einen Schwanenkopf, leicht gebogen und schon hätten wir das berühmt berüchtigte Schwanenkreuz;). Hab ich tatsächlich vor geraumer Zeit mal ausprobiert. Sah leider ein bisschen verboten aus....

Nicht falsch verstehen. Mir persönlich reicht die Unterscheidung durch den goldenen Löffel aus. Es war ja nur der Hinweis von
Tejas552 hat geschrieben:Vermutlich reicht der Löffel als Unterscheidungsmerkmal formal aus, aber mir wäre der weisse Schwan auf rotem Grund immer noch viel zu nah an den vielen bestehenden Wappen ähnlichen Typs:


der mich dazu bewegt hatte, hier nochmal anzusetzen. Daher die Idee mit dem Bord oder den Flammen aus dem Kölner Wappen als weiteres Einzigartigkeitsmerkmal. Mein Gedanke war, dass wenn ein Ring im Schnabel zur Eintragung und zur Einzigartigkeit führt, kann es mit einem Löffel ja schlecht anders sein. Vielleicht habe ich ja auch das "formal ausreichend" falsch verstanden. Aber schadet ja auch nicht, weiter daran zu arbeiten. Ich bin um Hinweise ja dankbar....und habe ja auch noch was Zeit.
Zuletzt geändert von Rheinländer_ am 15.01.2018, 06:40, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Wappenneustiftung

Beitragvon Tejas552 » 12.01.2018, 11:00

Rheinländer_ hat geschrieben:Und wenn das alles nichts nutzt, dann hol ich das alte Wildschwein raus. Das ist mir beim aufräumen gerade übern Weg gelaufen :lol:
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Hmm, nicht das es besonders schlimm wäre, aber wenn ich mir diesen Wappenfindungsprozess so anschaue, dann vermisse ich schon etwas die klare Richtung. Wir hatten: Löwen, Löffel, Kesselhaken, Eichenlaub, Pfauen, Schweine, Schwäne und vermutlich noch vieles mehr in jeder erdenklichen Farbkombination.

Die schönsten Vorschläge kamen dabei nach meiner Ansicht ganz am Anfang vor 2 Jahren (!) von Ralf Burkhard. Vielleicht wäre es gut mal einige Eckpfeiler festzulegen. Die Tinkturen bestimmen den Grundcharakter des Wappens. Vielleicht könnte man die mal festmachen.

Wir haben gesehen, dass es schon viele Wappen mit Schwänen gibt. Die letzten Entwürfe finde ich nicht schlecht, aber irgendwie wirken sie konventionell und nachgeahmt. Und warum muss eigentlich jedes Tier eine Krone tragen? Ich würde mit Teilungen und Heroldsstücken arbeiten um ein wirklich einzigartiges Wappen zu entwerfen. Der Vorschlag von Jochen geht in die richtige Richtung.

Gruss
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Re: Wappenneustiftung

Beitragvon Rheinländer_ » 12.01.2018, 11:55

Ich werde mich mal gedanklich damit auseinandersetzen und noch mal in mich gehen.
Der Schwan (mit Löffel im Schnabel) mag vielleicht nachgeahmt klingen oder aussehen, aber die Idee dahinter gefällt uns ebenso, wie das Tier samt hineininterpretiertem Charakter und Wesenserscheinung selber. Durch den Schwan (oder ein Gehölz) wirkt das Wappen lebendig, was uns gefällt. Diese Idee habe ich halt dann den anderen Ideen vorgezogen - auch mangels zeichnerischer Begabung (Aus einem Grapen/Kochtopf wächst ein Holunderbaum...oder drei Blüten oder so ähnlich.....so war zumindest mal ein Gedanke).

Manches Mal waren wir zunächst begeistert von dem einen und anderen Entwurf. Nach ein paar Tagen verschwand aber die Euphorie und es fehlte uns immer was. Das ist meistens dann der Namensbezug gewesen. Obwohl ich den Löffel ja teilweise hätte verfluchen können, ist es irgendwie scheinbar doch ein gutes Element für die Andeutung auf den Namen. Nur die Herkunft und "irgendeine" Figur ist halt zu wenig und dürfte auf Lange Sicht dann keinen Bestand, da kein persönlicher Bezug zu dem Wappen hergestellt werden kann. Ideen sind immer viele da, nur die richtigen fehlten oftmals.

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Re: Wappenneustiftung

Beitragvon Tejas552 » 12.01.2018, 13:08

Wie gesagt, es ist überhaupt kein grosses Problem.

Welches sind denn die bevorzugten Farben/Metalle? Gibt es Farben die überhaupt nicht in Frage kommen, oder spielen die Farben nur eine untergeordnete Rolle?

Gruss
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Re: Wappenneustiftung

Beitragvon Rheinländer_ » 12.01.2018, 13:32

Vielleicht finde ich am Wochenende mal die Zeit, einen Schwan gebührend zu zeichnen...

Also, die Farben stehen eher in Abhängigkeit mit einer Figur. Den Löffel z.B. hätte ich immer in einem Metall tingiert. Ein Topf wiederum kann schwarz, Gold oder auch in Silber gehalten werden.
Ich glaube, das Grün eher nicht in Frage kommt. Rot, Blau und Schwarz bleiben also über.
Gold wird vom Vorstand eher begrüßt als Silber....komisch;). Ich finde, dass es auf die anderen Farben ankommt, die Verwendung finden.
Zuletzt geändert von Rheinländer_ am 15.01.2018, 06:41, insgesamt 1-mal geändert.


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