Neues Wappen

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Stronghill
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Neues Wappen

Beitrag von Stronghill » 22.02.2012, 11:35

Hallo an Alle, ich bin derzeit dabei für mich ein Wappen zu erstellen. Dabei stellt sich mir derzeit folgende Frage: Gibt es eine Farblimitierung? Was ich herausgefunden habe, ist eine Tendenz das 2 Farben + 2 Metalle verwendet werden, aber wie ist es denn mit 3 Farben + 1 Metall? Anbei mein derzeitiges Wappen, das würde doch so in Ordnung sein oder?

Hier der Link zum Wappen


Vielen Dank schonmal

Grüße
http://desmond.imageshack.us/Himg571/sc ... res=medium

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Claus J.Billet
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Beitrag von Claus J.Billet » 22.02.2012, 12:19

Nun ja,
Möglichkeiten gibt es durchaus für eine gute Kombination.
Sehen Sie als Beispiel hier :
http://www.familie-greve.de/index.php
Wappen "Bötsch"
:lol:
www.Wappen-Billet.de
M.d.WL.
M.d.MWH.

Stronghill
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Beitrag von Stronghill » 22.02.2012, 14:06

Hey danke, aber genau das meinte ich, auch hier sind 2 normale Farben und 2 Metalle genutzt worden. Aber 3 Farben und nur 1 Metall ist das jetzt erlaubt oder nicht? Darüber grübel ich derzeit nach. Gefunden hab ich noch nichts das es nicht erlaubt ist. Mein Wappen wäre halt recht ,bunt ;0)

Joachim v. Roy
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Beitrag von Joachim v. Roy » 22.02.2012, 14:28

Ich teile die Auffassung des Fragestellers, daß sich sein Entwurf „recht bunt“ darstellt. Auch wirkt die einzelne Ähre (?) sehr verloren.

Freundliche Grüße vom Rhein

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Isenberger Herold
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Beitrag von Isenberger Herold » 22.02.2012, 16:11

Hmm...
eine derartige Tendenz widespricht den Tendenzen, die ich tendentziell beobachte.
Im Ernst: Ein neugestiftetes Wappen sollte ein Metall und ein oder zwei Farben haben. Natürlich kommt es auch auf die Gesamtkomposition an, aber mehr als drei Tinkturen sollte man schon gut begründen können.

beste Grüße!

Stronghill
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Beitrag von Stronghill » 22.02.2012, 17:52

Gibt aber keine Regel die dagegenspricht , gell?

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Herr von Hochtraben
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Beitrag von Herr von Hochtraben » 22.02.2012, 21:34

Herr Stronghill,

Generell lässt sich folgendes herleiten, wie ich meine: Spielt jemand heute mit dem Gedanken ein Wappen neu anzunehmen, so tritt er damit in eine historische Tradition Europas. Die Reglements dieser Tradition, namentlich der Heraldik, zeigen, wie die jeder anderen, eine verlaufende Entwicklung und, in der heutigen Draufsicht, eine Herauskristallisierung ihres Stils, die wir als gewachsenes Kulturgut ansehen. Wenn Sie an diese Sache eine Rechtfertigung, sich über diese "Regeln" wegzusetzen, verlangend herangehen, wie bei einem juristischen oder mathematischen Problem, so werden Sie dieselbe hier nicht finden - so haben Sie auch, wie ich meine, den Wert und die Absicht dieses kulturellen Elementes noch nicht verstanden, oder bisher zumindest verfehlt. Es ist Ihnen angetragen, sich schlichtweg intensiver mit den heraldischen Gepflogenheiten und der ihr eigenen Ästhetik zu beschäftigen - wenn sie sich nicht vor vornherein über dieselben hinwegzusetzen gedenken.
Um noch konkret auf Ihren Entwurf Bezug zu nehmen, so bricht er in seiner Form mit dem guten heraldischen Stil; Blau grenz an Rot, Rot an Grün. Es ist Ihnen nicht benommen, genaueres zu Ihren Vorstellungen und zur Symbolik Ihres geplanten Wappens zu erläutern. Man wird Ihnen, wie ich dieses Forum bisher kennengelernt habe und entsprechende Stränge interessiert verfolge, bei der Findung angemessenerer Formen und Ideen sicher behilflich sein.

Mit höflichen Grüßen,
Herr von Hochtraben.

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Jochen
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Beitrag von Jochen » 22.02.2012, 23:30

Herr von Hochtraben hat es auf den Punkt gebracht.

Regeln sind Hilfsmittel, die einem auch nicht weiterhelfen, wenn das grundlegende Handwerkszeug (noch) fehlt.

Ein guter Rat: Nehmen Sie sich den "Leonhard" oder ein Werk von v.Volborth zur Hand und verinnerlichen Sie es.

Hernach werden Fragen nach den heraldischen Tinkturen zur Nebensache verkommen sein.
Alles Gute all jenen, die Gutes im Schilde führen !

jochen

Stronghill
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Beitrag von Stronghill » 23.02.2012, 10:24


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Claus J.Billet
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Beitrag von Claus J.Billet » 23.02.2012, 10:38

hm...

Wenn einer die Niagara-Fälle runterspringt...
springen Sie dann hinterher :?: :lol:

Nicht jede Wappendarstellung,
:arrow: warum und aus welchem Grund auch diese, so wie gezeigt, gestaltet wurde,
sollte sofort als Vorbild dienen. :!: :lol:
Als heraldischer Grundsatz gilt noch immer:
Weniger ist mehr :!:
Dies gilt sowohl für Symbole und Farben. :wink:
www.Wappen-Billet.de
M.d.WL.
M.d.MWH.

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Frank Martinoff
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Beitrag von Frank Martinoff » 23.02.2012, 11:20

Stronghill hat geschrieben:Guckt mal hier:

http://www.familie-greve.de/modules.php ... &wid=84868
BITTE glaube mir, dass Du den Herren glauben/vertrauen solltest
:wink:
:!: :!: :!:

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R1126
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Beitrag von R1126 » 23.02.2012, 12:58

Hallo Stronghill,

auch in der Heraldik gilt, dass weniger meistens mehr ist. Mein Vorschlag:

Das rote Feld aus dem Schild entfernen, so dass nur noch ein blauer Schildhaupt mit 3 gleich großen, nebeneinander stehenden goldenen Sternen bleibt und darunter eine grüne Welle oder ein grüner Berg (je nachdem was es sein soll) in goldenem Feld. Damit sollten die Farbregeln problemlos eingehalten sein. Jedes (Familien-)Wappen sollte auch ein Oberwappen mit Helmzier besitzen. Diese eignet sich gut dafür, zusätzliche Symbole zu zeigen, die den Schild sonst überladen würden. Hier könnten zum Beispiel 3 goldene Getreideähren zu sehen sein.

Ich habe zwar dazu eine Skizze gemacht, aber die kann ich derzeit nicht hochladen.

Viele Grüße

Ralf
http://www.illustrationen-wappen.de
De Nihilo Nihil (aus nichts wird nichts)

Stronghill
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Beitrag von Stronghill » 23.02.2012, 13:47

Vielen Dank für den konstruktiven Vorschlag, würde mich um weitere ebenso freuen damit ich weiter voran komme.

Letztendlich war ja die Grundfrage ob die Farbvielfalt in meinem Wappen o.k. ist oder nicht, weil ich da keine klare Regeldefinition gefunden hatte.

Zum Wappen selbst kann ich noch sagen, es soll ein sprechendes Wappen sein, also der Name Hügelbauer. Ein "nur" Berg oder Hügel würde nicht ausreichen, für "Bauer" daher die Weizenähre. Daher der grüne Hügel. Das rot war gedacht damit sich die goldene Weizenähre besser abhebt, gold auf rot sieht dazu auch immer sehr gut aus (und auf 200 meter immer noch). Das Schildhaupt schließt das Gesamtbild ab als "Himmel" und damit man auch bemerkt das es ein Himmel ist , sind die Sterne drin.

Dankeschön

Joachim v. Roy
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Beitrag von Joachim v. Roy » 23.02.2012, 15:04

Ähnliche Überlegungen stellte die Berner Familie HÜGLI bei der Stiftung ihres Wappens an:
http://www.chgh.net/heraldik/h/hue/hueglia.htm

Freundliche Grüße vom Rhein

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Frank Martinoff
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Beitrag von Frank Martinoff » 23.02.2012, 16:27

...nur n'kleines Beispiel, dass es auch ohne Schnick-Schnack geht!

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