Zweifel an der Richtigkeit eines Wappens

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Helge
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Zweifel an der Richtigkeit eines Wappens

Beitrag von Helge » 11.09.2006, 12:05

Sehr geehrte Damen und Herren

Ich bin, wie viele andere auch, an dem Wappen meiner Familie interessiert.
Nun habe ich ohne Vorkenntnisse zu diesem Thema einen Heraldiker beauftragt dieses herauszufinden. Eine Kopie des Wappens sollte mir zu geschickt werden.
In der Zwischenzeit habe ich viel in diesem Forum gelesen und habe nun Zweifel an der Richtigkeit meiner Investition bzw. der Professionalität des Heraldikers: denn dieser hat nur nach meinem Namen und nicht nach meinen Ahnen gefragt. Nun ist heute ein Brief und eine Kopie meines Familienwappens angekommen. Nun habe ich aber hier gelesen, dass dieses Wappen nicht zwangsläufig meiner Familie gehören muss und wollte daher Fragen, was ich nun tun könnte. Ich kann meine Linie anhand eines Stammbaumes bis auf 1770 auf der Väterlichen Seite zurückverfolgen, an der Richtigkeit des Stammbaums besteht klein Zweifel.
Weitere Erwähnung finden Ahnen mit meinem Familiennamen in „Familiennamen in Ostwestfalen, Hildesheim 1968“ schon im Jahre 1421, allerdings kann nicht zweifelsfrei davon ausgegangen werden, ob eine Tatsächliche Verbindung besteht.

Kann mir vll. einer von ihnen weiter helfen?

Mit freundlichen Grüssen und viel Dank im Voraus

H. Wittkopp

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Frank J. Reuther
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Beitrag von Frank J. Reuther » 11.09.2006, 12:33

Die Experten, die hier nähere Auskunft geben können, interessiert sicher, wie Ihr letzter Ahn im Mannesstamm genau heißt, die Geburts- und Sterbedaten sowie wo er gelebt hat.
Mit freundlichen Grüßen
Frank J. Reuther, MdH
Quia Dominus dat sapientiam et ex ore eius scientia et prudentia. (Prv 2;6)
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Bernhard
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Beitrag von Bernhard » 11.09.2006, 12:40

Und alle interessieren sich für das, was man Ihnen zugeschickt hat. Könnten Sie das vielleicht bitte hier einstellen?

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A.Jacob
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Beitrag von A.Jacob » 11.09.2006, 13:18

In der Zwischenzeit habe ich viel in diesem Forum gelesen und habe nun Zweifel an der Richtigkeit meiner Investition bzw. der Professionalität des Heraldikers: denn dieser hat nur nach meinem Namen und nicht nach meinen Ahnen gefragt.
Kommt ganz darauf an was Sie mit dem Heraldiker vereinbart haben.
Wenn nur eine Suche nach Namensgleichen Wappen vereinbart war, dann sollte, Ihren ausführen nach, alles in Ordnung sein.
Wenn aber auch eine Prüfung der "Führungsberechtigung" vereinbart wurde, dann könnten berechtigte Zweifel bestehen, wenn der Heraldiker keine Genealogischen Informationen Ihrer Familie bzw. Ahnen angefordert, und die Führungsberechtigung auch nicht Lückenlos nachgewiesen hat.
Mit freundlichen Grüßen

http://www.wappenkunst.de

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AndreasWurm
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Beitrag von AndreasWurm » 11.09.2006, 14:05

Wie lautet denn der Name des Heraldikers?

Mfg A. Wurm

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Claus J.Billet
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hm..

Beitrag von Claus J.Billet » 11.09.2006, 14:10

@ Herr Wittkopp

Grundsätzlich stellt sich bei einer Erstellung eines Familienwappens immer die Frage nach den Ahnen, dem Stammbaum der Familie.
Ausser natürlich, Sie legen keinen Wert darauf und wollen das Familienwappen erst ab Ihrer Linie erstellen.
Wie Kollege Jacob bereits andeutete, es kommt auf die Vereinbarung an, die Sie mit dem Heraldiker getroffen haben.
Daher kann, ohne Kenntnis der näheren Vereinbarung, kaum etwas genaueres gesagt werden.
Evtl. stellen Sie die Ihnen übermittelte Kopie des Wappens hier ein, damit wir unsere Stellungnahme abgeben können. :lol:
www.Wappen-Billet.de
M.d.IDW.
M.d.WL.
M.d.HGW.
M.d.MWH.
M.d.H.

Helge
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Beitrag von Helge » 11.09.2006, 14:12

Erst einmal Danke ich ihnen für ihre schnellen Antworten.

Leider bin ich mit dem Internet nicht so vertraut als das ich das Bild hier hineinstellen könnte. Aber vielleicht ist eine Beschreibung des Wappen meiner Sache schon dienlich: Es handelt sich um ein ovales Schild an dem sich im oberen Bereich auf beiden Seiten ein einschnitt befindet, so dass das Schild aufgrund der "fehlenden" Teile kein Oval mehr bildet. Das Schild ist senkrecht in der Mitte durch eine andere Farbgebung in geteilt. Auf der rechten Seite befindet sich eine Schlange und auf der linken drei Ehren mit einem sechs Zackigen Stern darüber. Die Helmzier scheint die gleiche zu sein wie auf dem Bild im Thema " Eine Einführung in die Wappenkunde" von Christian Ader, nur eine andere Farbgebung und es befindet sich wieder ein sechs Eckiger Stern auf der mittleren Feder (?). Beim Helm handelt es sich um einen Stechhelm.
Ich hoffe, dass dies zur Beschreibung reicht.

Der Bereits erwähnte Ahne aus der Väterlichen Linie hieß: Jobst, Heinrich Wittkopp. Er wurde am 2.1.1770 in Dörre geboren, leider konnte das Todesjahr nicht mehr ermittelt werden. Er heiratete am 25.5.1795 Charlotte Daus.

Recht herzlichen Dank für ihre Mühe und mit freundlichen Grüssen

H.Wittkopp

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AndreasWurm
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Beitrag von AndreasWurm » 11.09.2006, 14:22

Bitte schön:
Bild

Bild

Schreiben Sie doch einmal den Herold in Berlin an, vielleicht kann Ihnen dort weitergeholfen werden. (Z.B. Stammreihe, etc.)

Mfg A. Wurm

Helge
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Beitrag von Helge » 11.09.2006, 14:32

Vielen Dank Herr Wurm.
Das was sie in ein paar Minuten geschaft haben, hat mich Geld gekostet. Können sie mir sagen, wie ich nun weiter vorgehen muss, um herauszufinden, ob es sich bei diesem Wappen, tatsächlich um das Wappen meiner Familie handelt?

Mfg.

H. Wittkopp

P.S Entschuldigen sie, ich habe ihren Beitrag nicht zuende gelesen.
Wenn das Wappen erst 1916 entstand, dann ist es bestimmt nicht das Richtige, denn mein Name wurde ja schon 1770 mit zwei p geschrieben.
Trotzdem vielen Dank.

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AndreasWurm
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Beitrag von AndreasWurm » 11.09.2006, 14:35

P.s.:

Ich würde mir aber keine allzu großen Hoffnungen machen, da sich der Name Wittkop von wit >weiß< und kop >Kopf< für einen weißhaarigen Menschen ableitet; diese gab es ja bekanntlich des öfteren :wink:

Im Telefonbuch finden sich 256 Wittkopps und 157 Wittkops

Mfg Andreas Wurm

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AndreasWurm
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Beitrag von AndreasWurm » 11.09.2006, 14:39

Helge hat geschrieben:Vielen Dank Herr Wurm.
Das was sie in ein paar Minuten geschaft haben, hat mich Geld gekostet.
Bitte, meine Literatur war auch nicht gerade billig.

Ein p, oder zwei p sind nicht entscheidend. Wichtig sind die gleichen Ahnen.

Mfg Andreas Wurm

Helge
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Beitrag von Helge » 11.09.2006, 14:39

Laut Familienüberleiferungen, soll sich der Name aber tatsächlich wie von ihnen beschrieben zusammen setzen. Denn in der Familie hatten nachweislich alle Männer ab 1770 sehr hell blondes Haar, bis heute...

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AndreasWurm
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Beitrag von AndreasWurm » 11.09.2006, 14:42

Helge hat geschrieben:Laut Familienüberleiferungen, soll sich der Name aber tatsächlich wie von ihnen beschrieben zusammen setzen. Denn in der Familie hatten nachweislich alle Männer ab 1770 sehr hell blondes Haar, bis heute...
Das wäre doch schon einmal etwas schönes für Ihr zukünftiges Wappen;

Mfg A. Wurm

Helge
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Beitrag von Helge » 11.09.2006, 14:53

Ihren Gedanken werde ich bei einem "neuen" Entwurf einfliessen lassen. Vielen Dank hierfür.
Um nochmals auf das bereits vorhandene Wappen einzugehen: Können sie mir bitte eine Anschrift oder E-mail Adresse des Berliner Heroldes zukommen lassen? Können sie mir villeicht auch sagen, welche Angaben er von mir benötigt um das Wappen auf eine "Führungserlaubniss" für mich zu überprüfen und was mich dies grob kosten würde?

Herzlichen Dank für ihre Zeit.

H.Wittkopp

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Bernhard
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Beitrag von Bernhard » 11.09.2006, 15:28

HEROLD, Verein für Heraldik, Genealogie und verwandte Wissenschaften zu Berlin, Archivstr. 12-14, 14195 Berlin, Tel.: (030) 83901-100
http://www.herold-verein.de/
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