Ebert - Wappen stiften

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Gerd
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Re: Ebert - Wappen stiften

Beitrag von Gerd » 22.05.2022, 18:44

Duppauer1 hat geschrieben:
22.05.2022, 18:35
Gerd hat geschrieben:
21.05.2022, 22:35
Die Mähne des Löwen würde ich komplett weglassen, denn die gehört zum Löwenkopf. Da hier ein Eberkopf ist kann auch keine Mähne da sein.
https://www.heraldik-wiki.de/wiki/Eber_(Wappentier)

Hallo Gerd ich denke es sind aufgestellte Borsten, die sind zwar bei einem Wildschwein nicht "ganz" so extrem,
aber die Heraldik übertreibt ja mal gern! :wink:
Hallo Dieter,

die Nackenborsten meinte ich auch nicht, sondern hier im rechten Bild ein Teil der Mähne der noch unter dem Kopf sichtbar ist.
Bild
Das hat sich aber im neuen Entwurf erledigt.

Zum neuen Entwurf:

Der gefällt mir richtig gut. Der Helm müsste noch richtig auf dem Schild aufliegen und meiner Meinung nach die Strichstärke beim Schild noch etwas dicker sein. Die 3:2:3-Regel muss man hier ausser acht lassen, da der Eberkopf in der Zier sonst unschön verzerrt werden würde.
Mit besten Grüssen
Gerd
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RME
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Re: Ebert - Wappen stiften

Beitrag von RME » 22.05.2022, 21:08

1.Ohne weiter ins Detail geschaut zu haben stimmen die Größenverhältnisse nicht!
Helmzier: 3 Teile, Helm: 2 Teile, Schild: 3 Teile
Dass das sollte für einen Eintrag in eine Wappenrolle, schon so über den Daumen gepeilt stimmen.
2.Der Helm ist nicht sooo schön. Die Achse des Helms stimmt nicht, wenn der Ritter durch den Sehschlitz schaut, dann sieht er nicht seinen Feind, sondern den Himmel, in den er dann wahrscheinlich von seinem Feind befördert wird! Vorausgesetzt er hat sich gut auf Erden geführt! :) :wink:
Vielen Dank für die Hinweise, ich bin froh, dass Gerd (1) schon entkräftet hat, sonst hätte der Helm einen riesigen Eber-Wasserkopf. Wobei historische Wappen ja ebenfalls abweichende Größenverhältnisse zeigen.

Zu (2): Ich nehme an, du meinst den Winkel des Sehschlitzes?
Zum neuen Entwurf:

Der gefällt mir richtig gut
Ich war auch positiv überrascht.
Der Helm müsste noch richtig auf dem Schild aufliegen und meiner Meinung nach die Strichstärke beim Schild noch etwas dicker sein.
Ich muss tatsächlich schauen, ob ich die Linken des Schildes dicker hinbekomme. Das ist die maximale Stärke meines digitalen Zeichenwerkzeugs (Paint :lol: ).

Was den Helm angeht: entweder ich muss den Schild schräger stellen oder den Helmfuß verändern.

RME
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Re: Ebert - Wappen stiften

Beitrag von RME » 22.05.2022, 21:39

Helmwinkel und Schilddicke angepasst.

Weitere Anmerkungen willkommen. Gerne auch im Hinblick auf die Eintragbarkeit des Entwurfs:

Bild

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Duppauer1
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Re: Ebert - Wappen stiften

Beitrag von Duppauer1 » 23.05.2022, 00:21

Schau Dir doch mal die Site von Dr. Bernhard Peter zur Neigung von Schilden und Ausrichtung des Helmes an und wie er auf der Schildkante aufliegt.
http://www.welt-der-wappen.de/Heraldik/seite45a.htm
Der Helm ist nicht schön!
Verwende bitte einen Stechhelm ist für die Eintragung in eine Wappenrolle auch Voraussetzung!
http://www.welt-der-wappen.de/Heraldik/seite46.htm
Bild Das gute Gelingen ist zwar nichts Kleines, fängt aber mit Kleinigkeiten an. (Sokrates)

Herzliche Grüße
Dieter

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Re: Ebert - Wappen stiften

Beitrag von Jochen » 23.05.2022, 11:07

Ich würde das linke Vorder- und das rechte Hinterbein etwas vergrößern. Ein Eintragungshindernis ist das aber nicht.

Um ein möglicherweise schiefes Bild von Wappengremien etwas ins rechte Licht zu rücken - wir sind keine Zaddelzähler. Aus technischen Gründen sind wir pingelig bei der Druckvorlage, und Herold und Kleeblatt erfordern halt den Stechhelm. Der Wappen-Löwe beispielsweise, der ebenfalls hervorragende Arbeit leistet, tut dies nicht.

Persönlich habe ich das Theater um die Helmform nie verstanden. Die Begründungen dafür überzeugen mich nicht. Aber natürlich halte ich mich an die Spielregeln…
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Re: Ebert - Wappen stiften

Beitrag von Ryan » 23.05.2022, 16:08

Ich denke das auf jeden Fall soll die Löwenmähne weg. Die Mähne ist Teil des Kopfs. Wenn der Figur ist blasoniert als ein Löwe mit Eberkopf, dann würde ich überhaupt nicht erwarten, dass ein Künstler einer Löwenmähne dazu zeichnet. Das wäre ein Löwe mit Ebergesicht. Schauen euch bitte die anderen Löwenmischwesen an: https://www.heraldik-wiki.de/wiki/L%C3%B6wenartig. Die Löwenmähne erhöht auch unnötig der Wechselgefahr. Meine Meinung nach, ein Löwe mit Eberkopf wäre nicht mit einem Löwen gewechselt, wenn der Hauer und Rückenkamm auffällig sind.

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Re: Ebert - Wappen stiften

Beitrag von Jochen » 23.05.2022, 20:54

Auch die Löwenmähne wäre kein Eintragungshindernis, sondern Geschmackssache. Und über Geschmack und Farben ist nicht zu disputieren….
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Re: Ebert - Wappen stiften

Beitrag von Ryan » 24.05.2022, 16:56

An ein Eintragehindernis habe ich nicht gedacht. Ich habe gedacht, weil es viele Vorschläge gab, wie man der Eber erkennbar macht, dass der weglassen der Löwenmähne eine einfache Lösung bietet. Wenn der Stifter die Mähne behalten will, dann meine Meinung nach soll es in der Wappenbeschreibung gemeldet werden.

RME
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Re: Ebert - Wappen stiften

Beitrag von RME » 24.05.2022, 19:40

Helm ist überarbeitet und die Beinchen verlängert. Die Mähne blieb weg :-)

Bild

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Marcus
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Re: Ebert - Wappen stiften

Beitrag von Marcus » 25.05.2022, 13:53

Mir gefällt dieses Wappenbild ausgesprochen gut! Wie sieht es mit der Einmaligkeitsprüfung aus? Mischwesen aus Eber und Löwe scheint mir nicht so aussergewöhnlich zu sein. Ansonsten müsste man ggf. doch noch ein Beizeichen verwenden oder mit den Tinkturen spielen. Gibt es zur Farbgebung eigentlich schon abschließende Ideen?

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Re: Ebert - Wappen stiften

Beitrag von Jochen » 25.05.2022, 17:00

Mischwesen sind spektakulär, aber als Wappenzeichen seltener, als man denkt…. Die meisten Wappenstifter kombinieren Löwen, Schwerter, Lorbeerzweige, Halbmondspangen und Elchschaufeln….
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Re: Ebert - Wappen stiften

Beitrag von RME » 25.05.2022, 21:29

Mir gefällt dieses Wappenbild ausgesprochen gut!
Meinen Dank!
Mischwesen sind spektakulär, aber als Wappenzeichen seltener, als man denkt…. Die meisten Wappenstifter kombinieren Löwen, Schwerter, Lorbeerzweige, Halbmondspangen und Elchschaufeln….
Das ist auch die Motivation für ein Fabelwesen als Wappentier. Das Thema "Einmaligkeit" wurde schon vor etlichen Seiten angesprochen.


Sachfrage:
Ich nehme an, wenn ich den Helm frontal darstellen lassen würde, wäre auch der Eber frontal auszurichten, d.h. en face. Allerdings wäre eine en face Darstellung ja in der Regel zu melden. Bedeutet das im Umkehrschluss: wenn man einen wachsenden Eber(kopf) blasioniert, ohne "en face" zu melden, wäre keine frontale Darstellung möglich?

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Re: Ebert - Wappen stiften

Beitrag von Gerd » 25.05.2022, 21:52

RME hat geschrieben:
25.05.2022, 21:29
Sachfrage:
Ich nehme an, wenn ich den Helm frontal darstellen lassen würde, wäre auch der Eber frontal auszurichten, d.h. en face. Allerdings wäre eine en face Darstellung ja in der Regel zu melden. Bedeutet das im Umkehrschluss: wenn man einen wachsenden Eber(kopf) blasioniert, ohne "en face" zu melden, wäre keine frontale Darstellung möglich?
Wenn der Helm frontal ist, ergibt sich von selbst das der Eberkopf dann auch frontal sein muss. Das muss dann auch nicht extra gemeldet werden. Das würde lediglich den Kopf im Schild betreffen wo es in der Blasonierung gemeldet werden müsste.
Mit besten Grüssen
Gerd
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Re: Ebert - Wappen stiften

Beitrag von Ryan » 26.05.2022, 09:30

Jochen hat geschrieben:
25.05.2022, 17:00
Mischwesen sind spektakulär, aber als Wappenzeichen seltener, als man denkt…. Die meisten Wappenstifter kombinieren Löwen, Schwerter, Lorbeerzweige, Halbmondspangen und Elchschaufeln….
Wenn es schon einmal gibt, wäre es immer noch sehr selten, aber nicht einmalig.

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Re: Ebert - Wappen stiften

Beitrag von RME » 26.05.2022, 11:13

Der Frage nach der Einzigartigkeit wurde schon nachgespürt. Nach längerem Suchen in diesem (nicht allzu kurzen) Faden, habe ich tatsächlich den entsprechenden Beitrag von Jochen wieder gefunden.

Am Rande: die Gesprächs- und Diskussionskultur in diesem Forum empfinde ich als sehr angenehm. Erinnert an die "gute, alte" Internetzeit, als man sich noch gesittet austauschte statt massenhaft Fotos und Beleidigungen miteinander zu teilen. Mein Kompliment und meinen Dank an die Administratiin und Moderation!
Jochen hat geschrieben:
03.04.2022, 14:28
GM hat geschrieben:
03.04.2022, 13:55
Ein Eberlöwe ohne Differenzierungsbord käme etwas größer rüber ...
Ein wichtiger Punkt !

Dazu kommt (auch wenn ich für nichts garantieren kann), daß alles was ich (bisher) auf der Suche nach einem Eberlöwen finden konnte, von einem solchen weit entfernt war. Am nächsten kam der Löwe von Horton of Chadderton, dessen Schulter mit einem andersfarbigen Eberhaupte belegt ist.

Hieße: Eine weitere Differenzierung wäre überflüssig...

Hier der "beste Treffer"...

"De gueules au lion d'argent ch. sur son épaule d'une hure de sanglier coupée d'azur à la bordure engrelée du second"

Bild

Man muß leider schon genau hingucken

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