Vorstellung einer Hoffnungslosen

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Kleinschmid
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Re: Wappenvergleich

Beitrag von Kleinschmid » 18.10.2014, 08:36

Zum oberlausitzer Adel liegen einige recht gute Arbeiten vor. Wenn darin das Aussterben der v. Boblitz mit 1689 angegeben wird, muß man sicher schon etwa mehr Aufwand betreiben, um das zu widerlegen. Einen preußischen Offizier v. Bublitz gab es von offizieller Seite (pr. Offiziernomenklatur) nicht.
Mona hat geschrieben: Was sagst Du zu Leliwa?
Leliwa ist lediglich die polnische Bezeichnung für ein Wappen - was aber mit den v. Boblitz nicht viel und mit den Bublitz schon überhaupt nichts zu tun hat.

Mona

Wappenvergleich

Beitrag von Mona » 18.10.2014, 12:45

Hallo Kleinschmid

trotz meiner, nun doch, Enttäuschung, sage ich Dir nochmals vielen, vielen
Dank für Deine prompte Hilfe und Recherche.

Werde Deine Info´s erst einmal verdauen und versuchen, aufgrund derer
noch irgendwie weiter zu kommen.
Manchmal unerwartet hat man plötzlich Glück durch Zufall....

Dank und LG von Mona und ein schönes WE !

:wink:


Mona

Bublitz / Boblitz

Beitrag von Mona » 18.10.2014, 19:39

Hallo Frank
herzlichen Dank für den Link - da habe ich am WE ordentlich was zu lesen !

Muss mich ja irgendwie mit dem Boblitz - Bublitz auseinander setzten.....

LG von Mona

Mona
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Bublitz + Wappen

Beitrag von Mona » 17.03.2018, 16:34

Hallo Hr. Kleinschmidt und auch an alle anderen Spezi´s

nachdem ich meine Forschungen zum Wappenfund aufgegeben hatte, sah ich eines Tages per Zufall (!!) ein Angebot bei Ebay :

https://www.ebay.de/itm/232682107255?ul_noapp=true

Daraufhin habe ich nochmal versucht, an alle angegebenen Quellen wie A. Weller´sche Wappensammlung usw., heran zu kommen. Das Einzige, was ich gefunden habe, ist die Wappensammlung A.W. zu einem Preis von 499 €
Das ist mir zu teuer für nur ein Wappen. Da fiel mir ein, dass es hier bestimmt nette Menschen gibt, die aufgrund ihrer Passion, so eine Sammlung haben könnten...und für mich bitte mal ein Auge drauf werfen könnten :roll:
Was mich stutzig stimmt, das Stadtwappen von Bublitz ist ein völlig anderes. Wenn nun dieses (s.o.) auch ein Stadtwappen sein sollte (wie aus der Beschriftung anzunehmen ist) kann es doch kein "Ritter"(????) -wappen sein....müsste dann also doch was mit der Fam. zu tun haben, oder ?? Da man sonst nirgends das gleiche "Wappen", was bisher als "unser" galt, gefunden hatte (und ich auch nicht weiter finden kann), muss es aber doch, aufgrund meines Fundes, irgendwie vorhanden sein.... und die Angabe von Hr. Kleinschmidt passt auch zur Quellenangeabe vom Fund. Deshalb gehe ich jetzt mal davon aus, das dieses Wappen doch irgendwie existiert. Mein größter Wunsch ist eigentlich nur zu wissen, wie es zu dem Wappen in Verbindung mit dem Namen gekommen ist.
Erstmal hoffe ich nun auf einige Info´s, die mir wieder einen kleinen Schubs geben....
Herzlichen Dank im Voraus und noch ein schönes Wochenende
von Mona

Kleinschmid
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Re: Vorstellung einer Hoffnungslosen

Beitrag von Kleinschmid » 18.03.2018, 10:22

Kenfenheuer veröffentlichte Nachweise zu bürgerlichen Wappen. Er beschränkte sich dabei auf die Angaben: Titel + Seitenangabe bzw. Wappentafelnummer der Quelle. Das Wappen Bublitz fand er in der Wappensammlung von Julius Perthes, Gotha, vormals Vogt'sche-Weller'sche Wappensammlung, und zwar 4. Nachtrag, S. 48. Nr. 1182.

Diese befindet sich in einem Nürnberger Museum. Hier ist der 1. Band davon im dortigen Online-Katalog.

Von diesem Original gibt es auch Nachdrucke - wie das Beispiel bei Ebay zeigt.

Das Stadtwappen von Bublitz - siehe hier - hat damit in der Tat nichts zu tun.

Die Wappensammlung Vogt-Weller ist nach dem o.g. Eintrag in den 1900-1920 Jahren entstanden. In dieser Zeit fand jemand das Familienwappen Bublitz aus Pommern. Nur besteht kein Zweifel daran, daß dieses der seit dem 13. Jhd. nachweisbaren Familie Boblitz zusteht. Die soll jedoch bereits im 17. Jhd. 'erloschen' sein.

Es hat sich hier also nichts Neues ergeben.

Mona
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Re: Vorstellung einer Hoffnungslosen

Beitrag von Mona » 19.03.2018, 01:55

Hallo nochmal Herr Kleinschmid
bitte entschuldigen Sie, das ich Ihnen letztes Mal ein "t" angehängt habe... :(

Nun, ich bin mal wieder traurig, das sich nichts Neues getan hat und mit dem Link (Nürnberg) komme ich nicht weiter - nicht online einzusehen.

Habe folgende Links gefunden - was sagen Sie dazu ?

https://books.google.de/books?id=-fhBAA ... nd&f=false

https://books.google.de/books?id=7OtPAA ... et&f=false

Um es nochmal für mein kleines Hirn zusammen zu fassen :
- Das Wappen gehört derer v. Boblitz, die ausgestorben sind - jemand hat das Wappen gefunden und es
wurde dann unter Bublitz aufgelistet
- Beschreibungen sind nicht vorhanden
- ich kann aber davon ausgehen, das es kein Fake-Wappen ist, sondern uns lediglich nicht zusteht
- somit hat die Fa. Heraldica uns was Falsches verkauft

Können Sie mir evtl. sagen, was es für eine Art Wappen ist und evtl. einen Zeitraum ? z.B. durch den Helm, Blickrichtung, Kette, Schildform, etc.

Möchte nochmal betonen, dass ich das Wappen nicht nutzen möchte, sondern nur verstehen warum es und für wen existiert hat... was würden Sie in meiner Lage denken/machen ??

Hier im Forum finden so viele Leute Antworten auf ihre Fragen.... gebe die Hoffnung noch nicht auf :?

Eine schöne Woche und LG von Mona

Kleinschmid
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Re: Vorstellung einer Hoffnungslosen

Beitrag von Kleinschmid » 19.03.2018, 18:52

Mona hat geschrieben:- somit hat die Fa. Heraldica uns was Falsches verkauft
Ich glaube nicht, daß die Firma [Pro] Heraldica Wappen verkauft. Vermutlich wurde die Firma mit der Festellung beauftragt, ob für den Familienname 'Bublitz' ein Wappen vorliegt. Über Kenfenheuer, Vogt-Weller usw. wurde dies ermittelt und mitgeteilt. Ob dieses Wappen zur eigenen Familie gehört, wurde von Pro Heraldica nicht festgestellt. Das ist doch so richtig, oder?

Das eigentliche Problem scheint mir hier zu sein, daß wir eben nicht wissen, wie das Wappen Bublitz aus Pommern in die Sammlung Vogt-Weller gekommen ist. Denn es hätte ja Boblitz aus der Oberlausitz/Sachsen heißen müssen. Das Wappen selbst ist dabei kein Unikat. In der polnischen Heraldik ist es als Leliwa IV bekannt (Graf Ostrowski bringt es auf S. 302) und zeigt auf dem Schild den Mond nach unten geöffnet. Dies wurde in Westpreußen bspw. von der Familie Podlaski so geführt. Ich füge hier die Bilder aus dem Ostrowski und dem Siebmacher an:

Bild

Nun war der Name Bublitz recht häufig in Pommern anzutreffen. Es sollte ja ein Herkunftsname sein, der sich von der gleichnamigen Stadt ableitet. Jedoch eine Adelsfamilie von Bublitz kann ich nicht finden.

Drei Möglichkeiten:
1. Es gab eine Adelsfamilie Bublitz, Bublicki o.ä. in Pommern, die das Wappen Leliwa IV führte. Die bürgerliche Familie Bublitz aus Baldekow sind deren Nachkommen.
2. Ein Abkömmling der Uradelsfamilie Boblitz aus der Oberlausitz ließ sich in Pommern nieder u. der Name änderte sich dort zu Bublitz.
3. Ein Mitglied der Familie Bublitz aus Baldekow oder sonstwo in Pommern erhielt von einem Wappenfälscher Ende des 19. Jhd. das Wappen Boblitz angedreht, nutze dieses auch und so fand es um 1910 den Weg in die Wappensammlung Vogt-Weller.
Mona hat geschrieben:... das dieses Wappen schon ca. 1810 bei der Fam. BUBLITZ bestand (hörensagen).
Letztlich müßte man den Nachweis erbringen, daß das Wappen Leliwa IV (Boblitz) tatsächlich von den Bublitzen in Pommern bereits um 1810 geführt wurde. Das könnte dann nur in den Archiven vor Ort geschehen. Bei den dortigen Kriegs- und vor allem Nachkriegszerstörungen ist dies sicher ein anspruchsvolles Unternehmen.

Mona
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Re: Vorstellung einer Hoffnungslosen

Beitrag von Mona » 20.03.2018, 00:13

Lieber Herr Kleinschmid
gaaanz herzlichen Dank für Ihre ausführlichen Info´s !
Das hat nun auch mein kleines Gehirn erreicht :lol: Einiges muss ich noch sacken lassen :roll:
:arrow: möchte nochmal betonen, dass ich nicht auf Adelsforschung aus bin, denn es könnte ja auch eine andere Art von Wappen sein, z.B. Vasallen oder bürgerlich oder ritterlich oder sonst was, es gibt ja viel zu viele Unterarten....ich dachte, das man das aufgrund des "Wappens" einschränken könnte
Nochmals Dank und LG von Mona

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Re: Vorstellung einer Hoffnungslosen

Beitrag von Bublitz » 20.04.2018, 14:00

Hallo Mona,

nach all den Jahren, haben deine Recherchen was Neues ergeben? Woher kommst dein Teil der Familie eigentlich?

VG

Andre

Mona
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Antwort an Andre

Beitrag von Mona » 20.04.2018, 14:34

Hallo Andre
vielen Dank für die Nachfrage : wie weit ich bin ? komme leider nur (gesichert bis 1810) sonst ca. 1750 . Alle Unterlagen aus Landkreis Kolberg-Körlin sind vernichtet ( Kirchspiel Gervin) .Hauptsitz Baldekow/ .
Schwedt. Vieles versuche ich deshalb auf "Umwegen" - sh. Chatverlauf- z.B. über "Wappen"...Hr. Kleinschmid hat mir dazu schon geschrieben. Trotzdem bin ich für jeden weiteren Hinweis dankbar (hier z.B. sh. meinen Ebay-Link). Leider hat die Bublitz-Gruppe nicht geantwortet....dachte, das es jemand dort vlt. mal gesehen hat ( das Stadtwappen ist ja völlig anders) - also neue Baustelle...wie immer bei diesem Hobby .Die größten Probleme habe ich mit der Sprache, auf Tante G. ist kein Verlass, und die alten Schriften ...
Nochmals Dank- werde die Hoffnung nicht aufgeben- LG Mona

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Re: Vorstellung einer Hoffnungslosen

Beitrag von Bublitz » 23.04.2018, 11:17

Hallo Mona,

vielen dank für Deine Antwort.

Ich finde es interessant, wie sich die Gerüchte und Anekdoten so durch gesetzt haben.

Meine Mutter ist eine geborene Bublitz und wurde in Pommern (Schlochau) geboren. Das von Dir dargestellte Wappen hängt derzeit bei meinem Onkel.
Meine Großtante hatte sich wohl auch mit der Ahnenforschung auseinander gesetzt. Die Recherchen sind aber wohl komplett in andere Teile ihrer Familie gewandert.

VG

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Re: Vorstellung einer Hoffnungslosen

Beitrag von Bublitz » 23.04.2018, 13:34

Liebe Mona,

konntest Du denn in Erfahrung bringen welcher der drei von Herrn Kleinschmid genannten Möglichkeiten zutrifft bzw. welche am wahrscheinlichsten zu sein scheint?

VG

Andre

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Antwort Andre

Beitrag von Mona » 23.04.2018, 14:30

Also , ich halte Nr.1 für sehr wahrscheinlich (17.. gab es einen v. Bublitz ) Nr. 2 für möglich (es gibt eine entspr.Geschichte zu Leliwa) u. Nr. 3, Naja, alles ist möglich...
Hast Du eigentlich alle meine Einträge gelesen....da steht soweit alles, was ich weiß . Übrigens bin ich Jahrgg. 54 .

Bublitz
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Re: Vorstellung einer Hoffnungslosen

Beitrag von Bublitz » 23.04.2018, 14:44

ich bin Jahrgang 1978, meine mutter ist 1938 geboren.

ich habe derzeit drei kleine kinder und bin berufstätig...deswegen kann ich immer nur quer lesen. entschuldige bitte daher die nachfrage, wo genau ich deine ergebisse nach lesen kann

ich muss mich korrigieren: ich habe deine beiträge gelesen.

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