Meinungen zur 1. Ausgabe

Das Forum zum Magazin für Freunde der Heraldik

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Claus J.Billet
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hm...

Beitragvon Claus J.Billet » 29.04.2006, 13:45

@ Loschwitz

Einspruch Euer Ehren :!:

Ihre "Deutschstunde" mag zwar in der jeweils betreffenden und zitierten Satzstellung begründet sein, entspricht dann aber keineswegs mehr der dem jeweiligen Autor eigenen und entsprechenden Wortwahl.
Die Eigenheit des jeweiligen Autors, seine ihm eigene Schreibweise, ist es doch, die eine gewisse Lebendigkeit aufzeigt.

Zitat:
Um die Zeitung künftig noch anspruchsvoller zu gestalten, möchte ich den Autoren allerdings ein paar Hinweise im Bezug auf sprachliche Eigenheiten geben, die mir selbst bei meiner journalistischen Arbeit sehr nützlich erscheinen.

Dies mag durchaus gut gemeint sein, doch sollten Sie bedenken, daß wir, hier im Forum wohl in der Mehrzahl,. weder den Anspruch erheben, journalistisch
geschliffene Artikel zu schreiben , noch wissenschaftliche Arbeiten abgeben wollen.
Wenn Sie diesen Anspruch stellen wollen laufen Sie in Gefahr, daß Sie bald keinen Artikel mehr lesen können, da sich jeder zweimal überlegt im "Schild" etwas einzutragen.
Nicht jedem ist Ihre sprachliche Gewandtheit eigen.
Der Inhalt zählt, nicht nur die "Verpackung" in Form von stilistischer Ausdrucksweise.

...schon mal daran gedacht :?: :lol:

Ich stelle eben fest, daß Herr Greis-Maibach fast gleichzeitig einen Eintrag getätigt hat, der im wesentlichen die selbe Auffassung vertritt. :lol:
Zuletzt geändert von Claus J.Billet am 29.04.2006, 13:48, insgesamt 1-mal geändert.
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madkiss
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Beitragvon madkiss » 29.04.2006, 13:46

Herr Greis-Maibach,

ich gehe von der Prämisse aus, dass diejenigen, die den Schild herstellen, wollen, dass er qualitativ möglichst hochwertig ist. Ist das "nicht ganz richtig"?

Gruß

Martin
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GM
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Beitragvon GM » 29.04.2006, 13:53

madkiss hat geschrieben:Herr Greis-Maibach,

ich gehe von der Prämisse aus, dass diejenigen, die den Schild herstellen, wollen, dass er qualitativ möglichst hochwertig ist. Ist das "nicht ganz richtig"?

Gruß

Martin

Sehr geehrter Herr Loschwitz,
dies kann ich mir nicht anders vorstellen.
Qualitativ hochwertig aber an den formalen Kriterien wissenschaftlicher Publikationsformen festmachen zu wollen halte ich, mit Verlaub, für zu kurz gesprungen.

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madkiss
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Beitragvon madkiss » 29.04.2006, 13:59

Herr Billet,

ich hätte mich ja für ein Lektorat manch eines Artikels angeboten, aber wenn man mich gar nicht erst fragt -- aufdrängen tu' ich mich nicht.

Ich wehre mich gegen die Aussage, die Umstellung einiger Worte im Satz führe dazu, dass die "eigene und entsprechende Wortwahl" (was soll das überhaupt sein?) nicht mehr vorhanden sei. Interessantes Schreiben hat viel weniger mit Wortwahl zu tun als mit der Ausgewogenheit eines Textes.

Auch forderte ich nicht "journalistisch geschliffene Artikel". Es ging nur darum, mit einfachsten Mitteln typische Stilblüten zu umschiffen. Sie werden mir doch nicht ernsthaft erzählen wollen, dass die Menschen im Forum, die sich sonst den ganzen Tag mit Heraldik beschäftigen und bei der Arbeit an einem Wappen jeden Pinselstrich dreimal überdenken, sich nicht über Hinweise darüber freuen, wie sie auch die Kunst Journalismus verbessern können, oder? Ich würde fast schon erwarten, dass Künstler an sich selbst den Anspruch stellen, etwas zu schaffen, das vollendet schön ist ... ich freue mich schon auf Ihren ersten Artikel im Schild!

Gruß

Martin
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madkiss
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Beitragvon madkiss » 29.04.2006, 14:03

Herr Greis-Maibach,

ich habe auch nicht gesagt, dass der Schild eine wissenschaftliche Publikation sei. Ich habe lediglich einmal erwähnt, dass die 1. Pers. Sg. in wissenschaftlichen Artikeln nicht funktioniert, Aber wenn es sie beruhigt: Sie funktioniert eigentlich nirgendwo außer bei Reportagen, in denen es eben explizit darum geht, dass der Reporter seinen persönlichen Eindruck dem Betrachter offenbart. Nicht wenige Redaktionen haben das "Ich" gar völlig aus dem Sprachschatz gestrichen; in der F.A.Z. las ich gestern zum Beispiel einen Artikel eines Strafgefangenen der StaSi. Nicht etwa hießt es da "Ich kenne die Pein im Gefängnis selbst", sondern "Der Autor kennt die Pein im Gefängnis".

Gruß

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Beitragvon GM » 29.04.2006, 14:14

madkiss hat geschrieben:... in der F.A.Z. las ich gestern zum Beispiel einen Artikel eines Strafgefangenen der StaSi. Nicht etwa hießt es da "Ich kenne die Pein im Gefängnis selbst", sondern "Der Autor kennt die Pein im Gefängnis".

Sehr geehrter Herr Loschwitz,
das mag ja so sein wie Sie schreiben - aber muß man denn, Entschuldigung, jeden Blödsinn mitmachen? Dies klingt ebenso wie "der Unterzeichner" oder "der Referent", was in notarielle Vereinbarungen resp. ärztliche Gutachten durchaus hineingehört.
Ich fürchte, wenn Sie dem kleinen SCHILD die Regeln journalistischen Arbeitens modo F.A.Z. oder ähnlicher Giganten auferlegen wollen, so wird dies das junge Pflänzchen schlicht erdrücken. Außerdem stellt sich weiterhin die Frage, ob dies denn auch so gewollt / von den Beteiligten als "Qualität" verstanden wird.
Mit freundlichen Grüßen
Greis-Maibach

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Claus J.Billet
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schmunzel...

Beitragvon Claus J.Billet » 29.04.2006, 19:18

@ Madkiss

Zitat:
...Nicht wenige Redaktionen haben das "Ich" gar völlig aus dem Sprachschatz gestrichen; in der F.A.Z. las ich gestern zum Beispiel einen Artikel eines Strafgefangenen der StaSi. Nicht etwa hießt es da "Ich kenne die Pein im Gefängnis selbst", sondern "Der Autor kennt die Pein im Gefängnis".

Nun, beim nochmaligen Lesen Ihrer verschiedenen Eintragungen in diesem "Faden" fiel mir auf, daß Sie das oben beanstandete "Ich" für sich selbst jedoch sehr gerne in Anspruch nehmen :!: :lol:

Ein Widerspruch in sich selbst :?: :roll: :lol:

Zum anderen:
Der Schreibstil der Herrn Waas und Wilke sollte nicht von Ihnen
in dieser Art kritisiert ( verbessert :?: ) werden.
Hier kommt es in erster Linie alleine auf den fachlichen Inhalt der betreffenden Artikel an.
Und über die Satzstellung kann man geteilter Meinung sein.
Alleine die ewige Streiterei über die Rechtschreibe-Reform zeigt doch auf, daß hier selbst die Sprachwissenschaftler sich nicht einig sind.
Lassen Sie daher lieber jeden seine Artikel so verfassen, wie der jeweilige Autor es für richtig hält.
Es unterstellt Ihnen bestimmt jeder eine gute Absicht und Ihre "journalistischen Bestrebungen" in allen Ehren, allerdings meine ich, daß es mühseelig ist, wenn wir "alte Knochen" uns noch umstellen sollen :!: :lol:
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Beitragvon derkleinefux » 30.04.2006, 00:19

Lieber Martin,

ich muss genügend hochtrabendesund wohlklingendes Zeugs lesen, da hebt sich der einerseits informative aber v.a. UNTERHALTSAME Stil von Herrn Wilke (z.B.) höchst wohltuend davon ab.
In dieser online-Publikation ist dies m.E. nicht nur möglich, sondern eben auch wünschenswert und animiert andere- auch rel. Laien - dazu, es gleich zu tun.
Halte Inhalt für wichtiger als Form.


In diesem Sinne,
vivat, crescat, floret SCHILD!
Beste Grüße,
Dietrich Kirschner

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Beitragvon madkiss » 30.04.2006, 00:54

Hallo,

wann gibt es denn überhaupt die nächste Ausgabe? Ich möchte gerne etwas über klerikale Amtsheraldik schreiben.

Gruß

Martin
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Christian Ader
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Beitragvon Christian Ader » 30.04.2006, 10:26

Die nächste Ausgabe ist für den 1. Oktober geplant. Also Beiträge sollten bis Anfang September bei mir eingehen.

Grüße
Christian Ader

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Bernhard
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Beitragvon Bernhard » 12.07.2006, 11:19

Ganz andere Bitte, keine inhaltliche, sondern eine bezüglich Dateigröße - kann man das in Zukunft eventuell in einer Luxusqualität mit 7 MB und andererseits in einer platzsparenden Version geringerer graphischer Qualität zum Download anbieten?

Ich wohne z. B. auf der unterprivilegierten rechten Rheinseite von Koblenz ohne DSL - Glasfaserkabel durch den Rhein, nix zu machen. Das ist so wie früher außerhalb der Stadtmauer zu wohnen. Deshalb nerven mich riesige downloads ziemlich.

Ansonsten großes Lob für die gute Idee! Ich freue mich schon auf die nächste Ausgabe. Im übrigen - dies als allgemeine Anregung - vertrete ich persönlich die Einstellung, daß ich mich über jede Kritik freue, denn Kritik bringt mich weiter als Lob.

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Der Raxkönig
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Beitragvon Der Raxkönig » 26.07.2006, 20:19

Alaé!

also ich fand die eZeitung witzig^^ war auch ganz informativ^^

Großes Lob!
Ciao,

Der Raxkönig Jr.

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Beitragvon Heilbronner » 14.08.2006, 14:09

Mir gefiel der lockere Aufgalopp (die 1. Ausgabe von Der Schild) auch sehr gut und witzig! :D

Die Texte Erörterung zur Farbregel und Studentische Heraldik haben mir am besten gefallen.

Aber auch den Autoren der anderen Texte danke ich für ihre Mühen.

Ich hoffe, daß noch viele weitere Ausgaben mit interessanten Artikeln folgen werden.

Schöne Grüße

Ein Heilbronner
"Open fire... all weapons!"(Flash Gordon)

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Zechmeister
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Download-Link Schild Nr. 1

Beitragvon Zechmeister » 10.10.2006, 17:36

Hallo,

Leider funktioniert der Download-Link bei mir nicht.
Ein

"Error 404 - File not found

Die von Ihnen gewünschte Datei konnte nicht gefunden werden."

ist alles, was ich bekomme.
Schild von Silber und Rot gespalten, vorn ein Weinglas, hinten ein Flachmann in verwechselten Tinkturen. Auf dem rot-silbern gewulsteten Helm mit rot-silbernen Decken ein natürliches frisch gezapftes Pils. Darauf der Wappenspruch: Nunc est bibendum.

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Beitragvon Christian Ader » 11.10.2006, 07:24

Ich stelle gerade das System um, mit dem in Zukunft ältere Ausgaben gedownloaded werden können. Bitte gedulden Sie sich noch ein paar Tage. Vielleicht lesen Sie in der Zwischenzeit Ausgabe 2.

Grüße
Christian Ader


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